Nachträgliche Trittschalldämmung auch bei geringen Aufbauhöhen

Alte Holzbalkendecken, aber auch ungedämmte Beton-Zwischendecken, sorgen dafür, dass sich die Geräusche in Altbauten schnell von Geschoss zu Geschoss übertragen. Zum Glück muss das nicht so bleiben. Denn eine Trittschalldämmung lässt sich auch in älteren Häusern meist nachrüsten. Hersteller bieten extraschlanke Nassestrich- oder Trockenestrich-Systeme an, weil oft die Aufbauhöhe begrenzt ist, beispielsweise durch Türanschlüsse. So entsteht auch bei wenig Platz ein wirksamer Schallschutz.

  • Saint-Gobain Weber GmbHBei der Trittschalldämmung im Altbau ist die Aufbauhöhe entscheidend: Ideal sind extrem dünne Trittschalldämm-Bahnen in Kombination mit einem schnell trocknenden Nassestrich.
  • Saint-Gobain Rigips GmbHTrockenestrich-Elemente mit aufkaschierter Trittschalldämmung sind eine schnelle und effektive Methode, um fehlenden Trittschallschutz bei Altbauten zu beseitigen.

Das Begehen versetzt Fußböden in Schwingungen. Die Schallwellen werden von den Bauteilen weitergeleitet und in die unteren Räume ausgestrahlt. Je träger eine Decke reagiert, desto geringer ist die Schallübertragung. Deshalb gibt eine Betondecke auch weniger Schall weiter als die leichtere Holzbalkendecke. Doch je nach Material und Deckenkonstruktion lässt sich schon mit einer 20 bis 30 Millimeter dicken Trittschalldämmung eine deutliche Verbesserung beim Trittschallschutz erreichen. Am wirksamsten ist ein schwimmender Estrich, weil er das Eindringen von Körperschall in die Deckenkonstruktion weitgehend verhindert und zudem die Geräuschbelastung durch Luftschall verbessert. Voraussetzung ist, dass er vollkommen frei von Schallbrücken erstellt wird, quasi als separate Scheibe. Es darf also keine direkte Verbindung zwischen Estrich und Decke sowie den angrenzenden Wänden geben. Ausgeführt werden kann der schwimmende Estrich als Nassestrich oder als Trockenstrich. 

Trittschalldämmung mit Nassestrich in Rekordzeit

Mit extraschlanken Nassestrich-Systemen von maximal 30 Millimetern Aufbauhöhe lassen sich Bestandsdecken wie zum Beispiel dünn dimensionierte Beton- oder Holzbalkendecken schnell und sauber mit einem effektiven Trittschallschutz ausstatten. Auf eine kombinierte Trittschall- und Trennlagenbahn wird der Dünnestrich aufgebracht. Der Bodenaufbau ist schon nach wenigen Stunden wieder begehbar und kann bereits am Folgetag mit Fliesen belegt werden. Elastische und textile Beläge können nach drei, Parkett oder Laminat nach sieben Tagen verlegt werden. Beim klassischen schwimmenden Nassestrich beträgt die Trocknungszeit etwa vier Wochen.

Schnelle Fußbodensanierung mit Trockenestrich-Platten

Voraussetzung für den Einsatz von Trockenestrich-Platten ist ein ebener Untergrund. Ist die Bestandsdecke uneben, wird zuerst eine Ausgleichsschüttung oder eine Ausgleichsspachtelung aufgebracht. Im zweiten Schritt folgt das Anbringen der Randstreifen-Dämmung rundum zur Entkoppelung. Dann werden die Dämmplatten zur Trittschalldämmung verlegt, darauf dann eine Lage Trockenbauplatten. Erhältlich sind aber auch kaschierte Trockenestrich-Platten, die bereits mit einer Dämmung versehen sind. Welcher Dämmstoff als Unterlage oder als Kaschierung im Einzelfall besser geeignet ist, hängt auch vom späteren Bodenbelag ab. Großformatige Fliesen brauchen einen stabileren Aufbau als Holzdielen oder Linoleum. Den richtigen Aufbau und die richtigen Materialien für Decke oder Fußboden zu finden, ist nicht ganz leicht. Die Fachberater der EUROBAUSTOFF Fachhändler kennen sich hier bestens aus rund um das Thema Trittschallschutz, Nassestrich und Trockenestrich und beraten umfassend für jede individuelle Aufgabenstellung. Quelle: EUROBAUSTOFF