Hier ist Design am Drücker

Eine Tür wirkt selten für sich allein, sondern erst im optischen Zusammenspiel mit den Zargen, den Beschlägen und den „Klinken“, wie man umgangssprachlich sagt. Die Fachleute bevorzugen den Begriff „Drücker“. Und hier spielt das Design in der Tat eine Riesenrolle, denn ein Drücker muss nicht nur zuverlässig und leise öffnen und schließen. Er soll auch gut in der Hand liegen, robust sein und dabei auch noch möglichst gut aussehen. 

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Ein typischer Fall für die Spitzendesigner, die sich bei der Aufgabe, formschöne Türdrücker zu gestalten, buchstäblich die Klinke in die Hand geben. Denn Türdrücker werden täglich viele Male angefasst, sind also zentrale Gebrauchsgegenstände unseres Alltags. Das macht die Aufgabe für Gestalter so reizvoll. Von traditionsbewusst bis Avantgarde reichen die Stilarten. Die Kunst ist, das Zubehör passend zum Stil der Türe auszuwählen.

SCHON GEWUSST?

Die rahmenartigen Einfassungen von Schwingtüren werden „Türfutter“ oder besser: Zargen genannt. Zargen sind ein wichtiger Bestandteil des Türen-Looks, können aber auch als selbstständige Elemente gestaltet werden – in Ergänzung oder in spannendem Material- bzw. Farbkontrast zum Türblatt.

Harmonie und Flächenbündigkeit

Zargen in Farb- und Strukturharmonie mit dem Türblatt, in Weißlack, in Farbe oder in Echtholz-Optik bilden das Nonplusultra an Wertanmutung und Ausstrahlung. Betont nüchtern-modern wirken Zargen, die mit dem Türblatt flächenbündig abschließen und dadurch einen stimmigen Übergang zur Wand bilden. Diese sogenannten stumpf einschlagenden Türen passen gut mit schlichten, modernen Griffen zusammen. Übrigens: Passgenaue, hochwertig verarbeitete Zargen gehören zum optionalen Lieferumfang der meisten Türhersteller. Sie lassen sich zwar leicht und schnell montieren. Dennoch unser Tipp: Überlassen Sie die Arbeiten an den Zargen wegen der hohen Maß- genauigkeit lieber den Profis. Schon kleine „Schiefheiten“ sieht man sofort, und dieser Anblick stört über Jahre und Jahrzehnte!

Passende Beschläge nicht vergessen!

Als Beschläge bezeichnet man die Funktionselemente einer Türkonstruktion, also Bänder, Schloss oder Verriegelung. „Bänder“ wiederum sind die „Scharniere“ der Tür. Sie verbinden Türblatt drehbar mit der Zarge. Auch diese Funktionselemente müssen zum Design der Türen und zum Einrichtungsstil des Raumes passen.

Handschmeichler und Funktionsträger

Erst durch den Drücker bekommt die Tür den letzten Schliff und gewissermaßen ihren endgültigen Charakter. Unterschätzen Sie dieses oft vernachlässigte Detail nicht. Von rustikal und klassisch über verspielt bis hin zu edel-zurückhaltend, avantgardistisch und futuristisch reicht das Spektrum der Gestaltungen. Wichtig: Die Farbe des Drückers muss zur Farbe der Bänder passen, beliebte Materialien sind Edelstahl, Chrom, Alu, Messing, z.T. matt oder poliert.

Glastüren mit „Flüsterfallen“

Glastüren sehen gut aus, können aber auch etwas Gewicht auf die Waage legen, was die Beschläge vor Herausforderungen stellt. Hochwertige Glastürbeschläge packen nicht nur die Belastungen, sondern punkten auch mit hohem Bedien-komfort und einfacher Handhabung. Neu auf dem Markt sind u.a. „Flüsterfallen“, d.h. besonders leise Fallenschlösser für Ganzglasdrehtüren. Dank einer umfangreichen Optimierung des Schlossinnenlebens lassen sich auch „hängende“ Türdrücker künftig vermeiden.