Hinweisblatt für Holzlasuren
Schützen und Verschönern – für langlebige Holzoberflächen.
Holzlasuren schützen Holz im Innen- und Außenbereich vor Witterung, UV-Strahlung und Vergrauung und bringen gleichzeitig die natürliche Maserung zur Geltung. Damit Sie die gewünschte Optik und Schutzwirkung erzielen, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
1. Was ist eine Holzlasur?
- Transparente oder halbtransparente Beschichtung auf Holz
- Erhältlich als:
- Dünnschichtlasur (dringt tief ein, keine Schichtbildung)
- Mittelschichtlasur (Kompromiss aus Schutz und Optik)
- Dickschichtlasur (bildet Film, ähnelt Lack)
- Für den Innen- oder Außenbereich je nach Produkt geeignet
- In wasserbasierter oder lösemittelhaltiger Variante erhältlich
2. Einsatzbereiche
✅ Zäune, Carports, Sichtschutze
✅ Fassadenverkleidungen
✅ Fenster, Türen (außen)
✅ Gartenhäuser, Pergolen
✅ Innen: Sichtbalken, Deckenverkleidungen (nur emissionsarme Produkte verwenden)
3. Wichtige Hinweise vor dem Anstrich
- Holzfeuchte prüfen: max. 15 %
- Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein
- Harzstellen, Verfärbungen oder Altanstriche entfernen
- Schleifen oder reinigen, je nach Zustand
- Kesseldruckimprägniertes Holz darf frühestens nach 12 Monaten Trocknungszeit gestrichen werden, da sonst Haftungsprobleme möglich sind. Die Oberfläche muss trocken, sauber und frei von Salzausblühungen sein. Verwenden Sie nur offenporige, diffusionsfähige Lasuren oder Wetterschutzfarben. Lacke oder filmbildende Farben sind ungeeignet.
4. Verarbeitung
- Vor Gebrauch gut aufrühren, auch während des Streichens
- Nicht bei direkter Sonne, Wind oder unter 5 °C verarbeiten
- Streichen mit Pinsel oder Rolle, nicht spritzen (sofern nicht freigegeben)
- In Faserrichtung auftragen, Überschüsse vermeiden
- Je nach Produkt 1–3 Anstriche, mit Trocknungszeit dazwischen (siehe Herstellerangaben)
5. UV-Schutz & Farbveränderung
- Klarlasuren bieten keinen ausreichenden UV-Schutz!
- Für außen stets pigmentierte Lasuren verwenden, da sonst kein UV-Schutz entsteht
- Helle Töne bieten geringeren Schutz → regelmäßige Wartung nötig
- Holz kann trotz Lasur mit der Zeit nachdunkeln oder vergrauen
6. Pflege & Nachbehandlung
- Erste Kontrolle nach 1–2 Jahren – abhängig von Witterung und Standort
- Lasuren blättern i. d. R. nicht ab, sondern verwittern
- Einfach anschleifen und überstreichen, kein vollständiges Entfernen nötig
- Oberfläche regelmäßig auf Schäden oder Abnutzung prüfen
7. Reinigung & Lagerung
- Werkzeuge mit Wasser oder geeignetem Reiniger säubern (je nach Produkttyp)
- Reste gut verschlossen, frostfrei und kühl lagern
- Lasurreste nicht in die Umwelt oder Kanalisation geben → sachgerecht entsorgen
8. Sicherheit & Umwelt
- Sicherheitsdatenblatt beachten
- Lasuren nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien verwenden
- Bei lösemittelhaltigen Produkten:
- Nicht rauchen, Zündquellen vermeiden
- Lappen mit Öl-/Lasurresten in Wasser lagern oder ausgebreitet trocknen → Selbstentzündungsgefahr!
- Lasierte, lackierte oder gestrichene Hölzer gelten als behandeltes Altholz (Klasse A3). Diese dürfen nicht im Kamin oder in der Biotonne entsorgt werden. Bitte geben Sie solche Holzreste bei Ihrem örtlichen Wertstoffhof oder bei einem Entsorgungsfachbetrieb ab.
- Beachten Sie immer die Verarbeitungshinweise des Herstellers!
© Holzzentrum Birlenbach – Verwendung nur mit Genehmigung.