Hinweisblatt für Ihre Terrasse aus Holz
Natürlich. Schön. Langlebig.
Damit Sie lange Freude an Ihrer Holzterrasse haben, bitten wir Sie, folgende Punkte zu beachten:
1. Material ist ein Naturprodukt
- Holz „arbeitet“ – es quillt und schwindet je nach Feuchtigkeit. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit und starker Sonneneinstrahlung können Risse entstehen.
- Risse, Astlöcher, Harzgallen und Vergrauung sind natürliche Eigenschaften und kein Reklamationsgrund.
- Farbunterschiede zwischen einzelnen Dielen und Maserungen sind materialtypisch und unterstreichen die Natürlichkeit.
- Bestimmte Holzarten (z. B. Lärche, Bangkirai, Eiche) enthalten natürliche Inhaltsstoffe wie Harz und Gerbstoffe, die bei Feuchtigkeit aus dem Holz austreten können. Diese können auf angrenzenden Fassaden, insbesondere bei hellen Putzflächen, sichtbare Verfärbungen verursachen. Eine bauliche Trennung zur Wand oder ein konstruktiver Spritzschutz wird empfohlen.
- Terrassendielen können eine definierte Sichtseite haben, die optisch und qualitativ hochwertiger ist als die Rückseite, welche produktionsbedingte Spuren oder Farbunterschiede aufweisen kann. Beanstandungen sind nur in Bezug auf die Sichtseite möglich, wenn diese vor der Verarbeitung geprüft und gegebenenfalls beanstandet wurde.
- Wasserflecken auf Terrassendielen sowie farbliche Veränderungen, die durch Lagerung und den Kontakt mit Stapellatten entstehen, sind materialtypische Eigenschaften von Holz und stellen keinen Reklamationsgrund dar.
2. Fachgerechte Montage
- Verwenden Sie geeignete Unterkonstruktionen (gleiche oder dauerhaftere Holzart).
- Bitte beachten Sie ein ausreichendes Fugenmaß zwischen den Terrassendielen, damit das Holz bei Feuchtigkeitsveränderungen ausreichend quellen und schwinden kann.
- Abstandshalter sind notwendig:
- Zwischen den Dielen: ca. 5–7 mm
- Stirnseitiger Abstand zur Wand: ca. 10 mm
- Befestigung: rostfreie Edelstahlschrauben oder Clipsysteme verwenden.
- Immer mit Gefälle von mind. 2 % vom Gebäude weg verlegen.
- Ein allseitiges Ölen der Terrassendielen vor der Verlegung ist nicht erforderlich und kann bei einigen Holzarten zu verstärktem Verzug führen. Bei Nadelhölzern wie Kiefer empfehlen wir, vor der Montage einen Bläueschutz aufzutragen, da die Unterseite nach der Verlegung nicht mehr zugänglich ist.
- Schnittkanten sind fachgerecht zu behandeln.
- Beanstandungen müssen vor der Montage erfolgen.
- Beachten Sie immer die Montage- und Pflegehinweise des Herstellers.
3. Pflege & Witterung
- Holz vergraut mit der Zeit durch UV-Strahlung – das ist kein Mangel.
- Zur Farbauffrischung kann ein Terrassenöl verwendet werden.
- Entfernen Sie regelmäßig Laub, Schmutz, Blütenstaub und Pollen – das reduziert die Rutschgefahr und erhöht die Lebensdauer der Dielen.
- Einmal jährlich empfehlen wir eine Reinigung mit einem Holzreiniger.
- Schauen Sie sich unsere Musterflächen in der Ausstellung an, um einen Eindruck zu bekommen, wie sich Ihre Terrasse verändern kann. Die Veränderung ist stark abhängig vom Einsatzort und den Witterungseinflüssen.
4. Dauerhaftigkeit & Lebensdauer
- Verwenden Sie dauerhafte Holzarten wie:
- Lärche, Douglasie, Thermoholz, Bangkirai, Garapa, Cumaru
- Je nach Pflege, Holzart und Beanspruchung ist eine Lebensdauer von 10–25 Jahren möglich. Diese Angaben sind nicht garantiert und pflegeabhängig.
- Blumentöpfe und Möbel sollten auf Holz-Terrassendielen nicht direkt aufliegen, da Staunässe und Druckstellen zu Verfärbungen, Schimmelbildung oder frühzeitiger Holzschädigung führen können. Um die Haltbarkeit zu sichern, empfiehlt sich die Verwendung von Füßen, Gleitern oder Unterlagen für ausreichende Belüftung und Oberflächenschutz.
5. Sicherheit bei Kindern & Haustieren
- Holz kann splittern. Auf der Oberfläche kann es zur Bildung von Holzspänen oder Absplitterungen kommen, insbesondere bei Nadelhölzern.
- Holzdielen sind keine Barfußdielen. Durch die Sonneneinstrahlung können nachträglich auch noch Splitter und Risse entstehen..
- Anti-Rutsch-Streifen oder Anti-Rutsch-Terrassenöl erhöhen die Sicherheit.
6. Entsorgung
- Terrassendielen aus unbehandeltem Holz können je nach kommunaler Regelung über den Grünabfall oder den Wertstoffhof entsorgt werden – behandeltes Holz (z. B. lasiert, lackiert oder imprägniert) muss hingegen als Altholz über den Wertstoffhof oder ein Entsorgungsunternehmen fachgerecht entsorgt werden.
© Holzzentrum Birlenbach – Verwendung nur mit Genehmigung.